Mit dem Bobby-Car den Berg hinunter

Das sauerländische Silberg ist die Geburtsstätte des Bobby-Car-Sports. Nachdem sich vor 15 Jahren einige leicht angetrunkene Männer am Vatertag die Bobby-Cars ihrer Sprösslinge geschnappt haben und die Dorfstraße hinunter gerast sind, wird hier jedes Jahr der „Große Preis von Silbergstone“ ausgetragen. Mittlerweile wird an den Spielzeugautos monatelang gebastelt, Rennen in ganz Deutschland werden ausgetragen und die Bobbys erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 80 km/h.
Nachdem ich schon in den vergangenen Jahren für die Westfalenpost und BILD vor Ort war und die klassischen Mitzieher ausgereizt hatte, entschl0ß ich mich in diesem Jahr für den Anbau einer Remote-Kamera an einem der Bobby-Cars. Mit Florian Schröder fand sich schnell ein Fahrer, der den Spaß mitmachte. Und auch die Befestigung erwies sich als erstaunlich einfach. An einer Metallplatte, die den Unterboden verstärkte, hielt der Friction Arm wunderbar – zumindest so lange wie das Bobby-Car nicht mit Höchstgeschwindigkeit über die zahlreichen Gulli-Deckel auf der Strecke raste. Wir entschlossen uns daher, den Fahrer immer nur einige Meter den Berg runter rollen zu lassen und die fehlende Geschwindigkeit durch längere Verschlusszeiten auszugleichen. Das Ergebnis kann sich zwar sehen lassen, könnte für meinen Geschmack jedoch noch einen Tick mehr Unschärfe vertragen. 1/15 Sekunde war offensichtlich doch noch etwas zu schnell. Aber das nächste Bobby-Car Rennen kommt garantiert
[Making-Of-Foto: Tim Cordes]

[...] bei der dpa untergekommen ist Marius Becker, der Philipp Schmidlis Liebe zu irrsinnigen Remotekameras zu teilen [...]
Junger Fotojournalismus « blog.actionpixel.de schrieb dies am 5. Juli, 2009 um 11:16 |