Am Freitag war ich für die dpa beim wohl ältesten Halloween-Spekatakel in Deutschland: der Halloween-Feier auf Burg Frankenstein bei Darmstadt. Ingesamt 77 Vampire, Sumpfmonster, Hexen, Psychopathen, Henker und andere Gestalten lauern hier in der Dunkelheit um die Besucher zu erschrecken. Und die gehen nicht gerade zimperlich vor. Wer Pech hat landet auf der Streckbank, unter der Guillotine oder wird in eine dunkle Holzkiste gesteckt. Auch wenn die Karten mit Preisen zwischen 18 und 22 Euro nicht gerade billig sind, der Besuch lohnt sich durchaus. Und wer doch zu viel Angst hat: eine große Kamera schützt ziemlich zuverlässig vor den gruseligen Gestalten
Großer Erfolg für mich beim diesjährigen Sportfotopreis der Peter-Christian-Schlüschen-Stiftung: die Jury wählte meinen Seniorenturner zum Sportfoto des Jahres. Der Peter-Schlüschen-Preis ist einer der höchst dotiertet Preise für Sportfotografie in Deutschland. Die Preisverleihung fand am Samtag (26.09.2009) in Berlin im Rahmen der Kunstmesse „Berliner Liste“ statt.
Aufgenommen wurde das Bild im Juni während der Deutschen Seniorenmeisterschaften im Turnen in Frankfurt am Main. Auf Platz drei landete mein dpa-Kollege Julian Stratenschulte mit seinem Foto „Startsprung“. Den zweiten Preis erhielt Christoph Schöch für „Magic Nights“.
Die im Jahr 2005 im Gedenken an den Sportfotografen Peter Schlüschen gegründete Stiftung hat sich der Nachwuchsförderung im Bereich der Sportfotografie verschrieben. Ziel der Stiftung ist es, talentierte junge Sportfotografen/Innen in Ihrem Werdegang zu unterstützen.
Der Peter-Schlüschen-Preis war übrigens (abgesehen vom dpa-Bild des Monats) der erste Fotowettbewerb an dem ich teilgenommen habe. Aber das Ergebnis macht auf jeden Fall Lust auf mehr
Vielleicht sollte ich doch auf die andere Seite der Kamera wechseln? Zumindest am Schattenriss meiner Nase hat die deutsche Medienlandschaft jedenfalls schon enormes Interesse bekundet. Seit mich Volo-Kollege Julian im Juli vor einem Computer mit der Startseite von Facebook fotografiert hat, darf ich meinen Zinken wöchentlich auf irgendeiner Website oder Zeitung bewundern. Vorläufiger Höhepunkt war heute die Startseite von stern.de. Aber auch Focus, n-tv oder Einslive kommen um die Nase nicht herum. Und die Service-Redaktion der Kölnischen Rundschau widmet ihr gleich vier Spalten. Also, wer sich ebenfalls im Schatten meiner Nase sonnen will und Fotoproduktionen mit ihr plant, kann sich mit großzügigem Honorarvorschlag bei mir melden
Zehn Tage ist das Internationale Deutsche Turnfest 2009 schon wieder vorbei, Zeit für ein Best Of der Bilder, die in einer Woche für die dpa entstanden sind. Für mich war es das erste Mal, dass ich Turnen fotografiert habe (im Sauerland spielt man nur Fußball, im Winter auch mal Handball ^^). Eine Sportart, die unheimliche viele spannende Motive und Blickwinkel bieten kann, aber einen gleichzeitig durch ihre enorme Geschwindigkeit auch oft genug vor kleine Herausforderungen stellt. Vor allem, wenn mal wieder wenig Licht vorhanden ist. Trotzdem kann sich die Ausbeute sehen lassen: alleine vom Seniorenturnen gab es zwei Titelseiten, großformatige Abdrucke in der FAZ-Turnfest-Zeitung und eine achtteilige Bilderserie in der Welt kompakt (zusammen mit Kollege Arne Dedert).
Das sauerländische Silberg ist die Geburtsstätte des Bobby-Car-Sports. Nachdem sich vor 15 Jahren einige leicht angetrunkene Männer am Vatertag die Bobby-Cars ihrer Sprösslinge geschnappt haben und die Dorfstraße hinunter gerast sind, wird hier jedes Jahr der „Große Preis von Silbergstone“ ausgetragen. Mittlerweile wird an den Spielzeugautos monatelang gebastelt, Rennen in ganz Deutschland werden ausgetragen und die Bobbys erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 80 km/h.
Nachdem ich schon in den vergangenen Jahren für die Westfalenpost und BILD vor Ort war und die klassischen Mitzieher ausgereizt hatte, entschl0ß ich mich in diesem Jahr für den Anbau einer Remote-Kamera an einem der Bobby-Cars. Mit Florian Schröder fand sich schnell ein Fahrer, der den Spaß mitmachte. Und auch die Befestigung erwies sich als erstaunlich einfach. An einer Metallplatte, die den Unterboden verstärkte, hielt der Friction Arm wunderbar – zumindest so lange wie das Bobby-Car nicht mit Höchstgeschwindigkeit über die zahlreichen Gulli-Deckel auf der Strecke raste. Wir entschlossen uns daher, den Fahrer immer nur einige Meter den Berg runter rollen zu lassen und die fehlende Geschwindigkeit durch längere Verschlusszeiten auszugleichen. Das Ergebnis kann sich zwar sehen lassen, könnte für meinen Geschmack jedoch noch einen Tick mehr Unschärfe vertragen. 1/15 Sekunde war offensichtlich doch noch etwas zu schnell. Aber das nächste Bobby-Car Rennen kommt garantiert [Making-Of-Foto: Tim Cordes]
Für eine BILD-Serie über Freizeitmöglichkeiten in NRW ging es heute hoch hinaus. Etwa 300 Meter über das Sauerland brachte mich Gleitschirm-Fluglehrer Thomas Schweers vom Flugzentrum Elpe. Auch wenn es vom Boden aus ziemlich lässig aussieht, in der Luft rüttelt es einen doch gut durch. Aber der Spaß ist auf alle Fälle enorm! Mehr Bilder und alle Infos gibts am 30. März in BILD-NRW. Wer selbst einmal einen solchen Tandemflug ausprobieren möchte oder gleich einen Schnupperkurs buchen will: alle Infos unter www.flugzentrum-elpe.de
Seit gestern Abend ist es amtlich: am 1. April werde ich mein Volontariat zum Fotoredakteur bei der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Frankfurt am Main beginnen.
Zunächst geht es in die Bildzentrale im 2. Stock, später dann zwei Stockwerke höher ins Bildbüro Frankfurt, zuständig für die dpa-Landesdienste Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und das Saarland.
In zwei Probewochen konnte ich bereits einen Einblick in die Arbeit des Frankfurter Büros nehmen und freue mich jetzt auf zwei spannende und lehrreiche Jahre bei den dpa-Kollegen und auf die Herausforderung mit den zahlreichen ansässigen Kollegen von anderen Agenturen um die besten Bilder zu konkurrieren.
Die NPPA hatte es letzte Woche schon einmal kurz angeschnitten, heute gibt es bei Sportsshooter einen ausführlichen Bericht über das Remote-Bild des Fotografen Chuck Kennedy von der Amtseinführung Obamas. Zum ersten Mal überhaupt durfte ein Fotograf eine Remote-Kamera direkt auf dem Podium platzieren und so die Vereidigung aus einem ganz neuen, sehr intensiven Blickwinkel festhalten. Den Gang durch die Institutionen und den technischen Aufwand, der hinter dem Foto steckt, beschreibt George Bridges, Managing Editor beim Mc Clatchy Tribune Photo Service für den Kennedy arbeitet, in diesem Report. Die Mühe hat sich jedenfalls gelohnt. Bis heute erschien das Foto auf über 100 Titeln und Doppelseiten.